Abszessdrainage

Abszessdrainage

Was ist eine Abszessdrainage?

Die Abszessdrainage ist die Behandlung, bei der ein externer Katheter in den Abszess gelegt wird, ohne dass ein chirurgischer Eingriff erforderlich ist.

Bei Nierenzysten, Abszessen im Bauchraum und in der Pleura kann eine Aspirationsspülung oder eine Katheterdrainage angewendet werden.

Normalerweise werden Entzündungen im Körper mit Antibiotika behandelt. Zur Behandlung von entzündlichen Ablagerungen wie Abszessen sollte zusätzlich zur Antibiotikatherapie eine Drainage angewendet werden. Dieses Verfahren kann chirurgisch durchgeführt werden. Eine weniger riskante und für den Patienten leicht anwendbare Methode, die perkutane Abszessdrainage, ist besser geeignet.

Nachdem die Eintrittsstelle sterilisiert ist, wird sie mit einem sterilen Tuch abgedeckt. In die Eintrittsstelle wird ein Lokalanästhetikum injiziert, das das Schmerzempfinden beseitigt. Unter Anleitung von Ultraschall-, Computertomographie- und Durchleuchtungsmethoden wird die Abszesshöhle mit einer Nadel eingestochen. Durch die Nadel wird ein Draht eingeführt, die Nadel wird entfernt. Über den Draht wird ein Drainagekatheter gelegt. Der Abszess wird entleert und/oder der Drainagekatheter mit einem Beutel verbunden, so dass die Drainage in den Beutel gefüllt wird. Die durchschnittliche Dauer des Verfahrens beträgt eine halbe Stunde.